Für IMS- und Metallkern-Leiterplatten werden spezielle Materialien eingesetzt, die eine optimale Kombination aus elektrischer Isolation, mechanischer Stabilität und hoher Wärmeleitfähigkeit bieten. Als Metallkern wird üblicherweise Aluminium verwendet, da es ein sehr gutes Verhältnis aus Wärmeleitfähigkeit, Gewicht und Kosten bietet; alternativ kommt auch Kupfer zum Einsatz, wenn besonders hohe thermische Anforderungen bestehen.
Die Isolationsschicht zwischen Leiterbahnen und Metallkern besteht meist aus polymerbasierten Dielektrika, die mit keramischen Füllstoffen angereichert sind, um eine hohe Wärmeleitfähigkeit bei gleichzeitig hoher elektrischer Durchschlagsfestigkeit zu erreichen. Für die Leiterbahnen wird klassischerweise Kupfer eingesetzt, wobei unterschiedliche Kupferstärken je nach Strom- und Leistungsanforderung realisierbar sind. Ergänzend kommen bewährte Oberflächen wie HAL, chemisch Nickel/Gold oder chemisch Zinn zum Einsatz, um eine sichere Kontaktierung und gute Lötbarkeit zu gewährleisten.
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Wärmeleitfähigkeit [W/mK]
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Dielektrikum [µm]
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1,3
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100
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2,0
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100
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3,0
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75
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Schon mit einfachen Designs ergeben sich hiermit Möglichkeiten, sehr effizient Wärme zu „managen“. Metall-Kern-Leiterplatten gibt es in den Stärken 1,00 - 1,50 - 2,00 und 3,00mm.
Die Kupferstärken für die Leiterbahn-Strukturen hängen von weiteren Anforderungen ab und sind von 18 bis 210µm erhältlich. Die Isolierung zwischen Kupfer und Metallkern beträgt 50 - 150µm. Die kostengünstigste Variante beschränkt sich auf eine einseitige Schaltung , die die auf der linken Seite genannte Wärmeleitfähigkeit aufweist.